Packungsinhalt: 240 ml-Flasche
Anwendung: Mai bis August
Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.
Anwendung
Zierrasen
Gegen zweikeimblättrige Unkräuter (nicht im Ansaatjahr einsetzen)
im Spritzverfahren 60 ml in 10 l Wasser auf 100 m2 spritzen, max. 2 Anwendungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen in der Kultur bzw. je Jahr
oder im Gießverfahren
6 ml in 10 l Wasser auf 10 m2 mit Gießrechen oder Gießbrause gleichmäßig gießen, max. 2 Anwendungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen in der Kultur bzw. je Jahr.
Für 240-ml-Packung: Messpipette nach Gebrauch sorgfältig mit Wasser spülen. Spülwasser der Spritz- oder Gießbrühe beigeben.
Anwendungszeitpunkt:
Im Frühjahr bis Spätsommer wenige Tage nach einem Schnitt, sobald die Unkräuter ausreichend Blattmasse gebildet haben. Bis zum nächsten Schnitt mindestens 4 Tage warten, damit genig Wirkstoff aufgenommen werden kann.
Ggf. nach 4-6 Wochen wiederholen, wenn der Unkrautbesatz sehr stark war.
Wirkunsspektrum
Gut bekämpfbar:
Amper-Arten, Fingerkraut-Arten, Gänseblümchen, Gemeiner Löwenzahn, Herbst-Löwenzahn, Schafgarbe, Großer Wegerich, Mittlerer Wegerich, Spitzwegerich, Vogelmiere, Weißer Wiesenklee, Wiesen-Wucherblume
Weniger gut bekämpfbar:
Kleine Braunelle, Gundermann, Habichtskraut-Arten, Kriechender Hahnenfuß, Acker-Kratzdistel
Nicht ausreichend bekämpfbar:
Fadenförmiger Ehrenpreis
Anwendungstechnik:
Ansetzen der Spritzbrühe
Rasunex Rasen Unkraut-Frei in der erforderlichen Menge (0,6 ml/m2) zur Hälfte des Spritz- bzw. Gießwassers geben. Der Wasseraufwand im Gießverfahren beträgt 1 l/m2, im Spritzverfahren 1 l/10 m2. Ggf. Dosierpipette mit klarem Wasser nochmals ausspülen, Spülwasser in die Spritze/Kanne geben. Mit der noch fehlenden Wassermenge auffüllen, Spritz- bzw. Gießbrühe gut umrühren.
Ausbringungstechnik
Auf eine gute Benetzung der Unkräuter achten. Überdosierungen, Überlappungen und Abtrift (Verwehen des Spritznebels auf Nachbarkulturen) sind unbedingt zu vermeiden. Daher nur bei windstillem, trockenem Wetter spritzen. Das Mittel darf keinesfalls auf breitblättrige Kulturen wie Gemüse, Kartoffeln, Obst, Reben oder Zierpflanzen gelangen: diese Kulturen sind außerordentlich empfindlich gegenüber Wuchsstoffen und könnten bei Benetzung eingehen.
Reinigung
Spritze bzw. Gießkanne/Gießbalken nach Gebrauch gründlich zunächst mit Wasser und dann mit Spülmittellösung reinigen. Spritze umgekehrt aufstellen, so dass Spülwasserreste ablaufen können.
Keinesfalls eine ungereinigte Spritze z.B. zu einer Insektizid-Behandlung verwenden: Die behandelten Kulturpflanzen (z.B. Balkonblumen oder Rosen) würden die Herbizid-Reste über die Blätter aufnehmen und unter Umständen eingehen.
Nachbau
Da der Wirkstoff über die Blätter aufgenommen wird, kann – falls durch das abgestorbene Unkraut Lücken im Rasen entstanden sind – sofort Rasen nachgesät werden.
Wartezeit
Gras und Heu: 28 Tage
Umweltverhalten
Bienen
Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nichtbienengefährlich eingestuft.
Nützlinge
Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Erigone atra (Zwergspinne) eingestuft.
Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Aleochara bilineata (Kurzflügelkäfer) eingestuft.
Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft.
Algen
Das Mittel ist giftig für Algen.
Wasserpflanzen
Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen.
Gewässer/Grundwasser
Bitte beachten Sie die Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz (siehe gesonderten Abschnitt am Anfang).
Hinweise für den sicheren Umgang
Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.
Anwenderschutz
Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
Behandelte Flächen/Kulturen dürfen grundsätzlich erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten werden. Nutzung als Spiel- oder Liegewiese erst nach dem nächsten Schnitt. Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel. Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
Standardschutzanzug (Pflanzenschutz) und festes Schuhwerk (z. B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
Einstufung GefStoffV
Gefahr ernster Augenschäden.
Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten.
Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. – S26 Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen.
Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen