Spritzmittel auf Paraffinölbasis mit ausgezeichneter Wirkung gegen Schildläuse im Zierpflanzenbau und gegen Wintereier von Spinnmilben im Weinbau. Die Wirkung von Para Sommer Austriebs-Spritzmittel beruht auf der Bildung eines luftundurchlässigen Ölfilms, der die Schädlinge und deren Eier lückenlos umschließt und erstickt. Hartblättrige, immergrüne Zierpflanzen erhalten zusätzlich einen dauerhaften Glanz und werden von Staub und Kalkflecken gereinigt.
Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete und Anwendungsbestimmungen:
Schadorganismus/ Zweck - Kulturart/Objekt
- Spinnmilben (Wintereier) - Weinbau
- Schildlaus-Arten - Zierpflanzen (Freiland, Gewächshaus, Zimmer, Büroräume und Balkone)
Packungsinhalt: 500ml-Flasche mit Dosierkappe
Anwendung: Februar bis April
Anwendungsflüssigkeiten und deren Rest, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufen sowie Regen- und Abwasserkanäle.
Anwendung
Weinreben
Gegen Spinnmilben (Wintereier)____40 ml / 100 m2 in 1 bis 4 l / 100 m2 Wasser (1 %, 100 ml auf 10 l Wasser) Einsatz vor dem Schlupf der Spinnmilben, ab Knospenaufbruch bis zur Entfaltung des ersten Blattes (Rebstadium 09-11). Max. 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr.
Zierpflanzenbau
Gegen Schildlaus-Arten (Freiland, Gewächshaus, Zimmer, Büroräume und Balkone)
Pflanzengröße bis 50 cm 120 ml / 100 m2in 6 l / 100 m2 Wasser
Pflanzengröße über 50 bis 125 cm___180 ml je 100 m2 in 9 l / 100 m2 Wasser
Pflanzengröße über 125 cm 240 ml je 100 m2 in 12 l / 100 m2 Wasser
(2 %, 200 ml auf 10 l Wasser) bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/ Schadorganismen, max. 2 Behandlung im Abstand von mindestens 10 Tage in dieser Anwendung und für die Kultur.
Hinweis: Bei der Anwendung gegen Schildläuse wird Blattglanz erzielt und Kalk- und Spritzflecken beseitigt.
Pflanzenverträglichkeit
Bei Sonneneinstrahlung können nach der Anwendung Schäden an den Kulturpflanzen auftreten.
Anwendungstechnik
Ansetzen der Spritzbrühe
Zur Herstellung der Spritzbrühe wird die benötigte Menge Para Sommer Austriebs-Spritzmittel mit etwas Wasser angerührt und anschließend mit derRestmenge Wasser aufgefüllt.
Ausbringungstechnik
Zur Bildung eines lückenlosen Films sind die Pflanzen tropfnass zu spritzen. Auf eine gleichmäßige Benetzung ist zu achten. Nicht bei Regen oder Nachtfrostgefahr spritzen. Spritze nach Einsatz gründlich mit Wasser und etwas Spülmittel reinigen.
Mischbarkeit
Para Sommer Austriebs-Spritzmittel ist mischbar mit Insektiziden wie Danadim Progress Universal-Insektizid, Pyreth Natur-Insektizid, Kanemite SC Spinnmilben-Frei und Kiron Milben-Ex. Bei Mischungen grundsätzlich zusätzlich die Gebrauchsanleitung der betroffenen Produkte beachten.
Umweltverhalten
Bienen
Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwand-menge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft.
Nützlinge
Das Mittel wird als nicht schädigend für Populationen der Arten Typhlodromus pyri (Raubmilbe) eingestuft.
Das Mittel wird als schwachschädigend für Populationen der Art Coccinella septempuncta (Siebenpunkt-Marienkäfer) eingestuft. Das Mittel wird als schwachschädigend für Populationen der Art Chrysoperla carnea (Florfliege) eingestuft.
Das Mittel wird als schädigend für die Populationen der Art Phytoseiulus persimilis (Raubmilben) eingestuft.
Das Mittel wird als schädigend für Populationen der Art Encarsia formosa (Erzwespe) eingestuft
Fische
Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.
Algen
Das Mittel ist giftig für Algen.
Gewässer/Grundwasser
Für die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässer oder Küstengewässern ist nicht zulässig (§ 6 Absatz 2 PflSchG). Unabhängig davon ist gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
Wartezeit
Weinreben: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
Zierpflanzen ohne Bedeutung.
Hinweise für den sicheren Umgang
Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.
Anwenderschutz
Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
Einstufung GefStoffV
Giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben. Aerosol nicht einatmen.
Abfälle und Behälter müssen in gesicherter Weise beseitigt werden.
Nur in gut gelüfteten Bereichen verwenden. Zur Vermeidung einer Kontamination der Umwelt geeigneten Behälter verwenden.